Labrador farben: spielen die Fellfarben eine charakteristische Rolle?

Wenn man sich nach den Labrador farben umsieht, dann ist das Fell eines der optischen Merkmale überhaupt, das einem als erstes in Auge fällt. Hat der Labrador ein glänzendes und helles Fell, suggeriert man schon automatisch ein freundliches Wesen und geht offener auf den Hund zu, als bei einem dunklen Hund. Auch in der Züchtung gewinnt die Fellfarbe eines Labradors immer mehr an Bedeutung.
Ist die Fellfarbe aber ein rein äußerliches Merkmal, oder steckt tatsächlich mehr hinter der Fellfarbe?

Welche Möglichen Labrador farben gibt es überhaupt?


Die Labrador farben sind meist durchgängig einfarbig. Es gibt den reinrassigen Labrador in drei verschiedenen Fellfarben:

  • schwarz (der klassische Labrador)
  • schokoladenbraun
  • gelb

Ursprünglich hatte der Labrador ausschließlich eine schwarze Fellfarbe. Die gelbe Fellfarbe galt zunächst als Fehlzüchtung und wurde von weiteren Zuchten ausgeschlossen. Auch der schokoladenbraune Labrador wurde erst viel später zur Zucht zugelassen.

Neben den klassischen Labrador Farben findet man häufig verschiedene Abweichungen. Sie reichen von Schattierungen, über fleckige Fellarten, bis hin zu kleinen, weißen Flecken. Ein kleiner, weißer Fleck auf der Brust zum Beispiel ist für einen Labrador nicht untypisch. Auch ein weißer Fleck auf der Rückseite der Füße, den sogenannten Bolo Pads, kann vorkommen. Aber keines der Abweichungen ist ein Anzeichen dafür, dass es sich nicht um einen reinrassigen Labrador handeln würde. Labradoren mit Bolopfoten wird sogar nachgesagt, dass sie das Gen eines der einflussreichsten Labradore in der Geschichte der Labradorzucht in sich tragen.

Labrador Welpen kaufen: Die Vererbung der Labrador Farben

Die Fellfarbe ist eine Sache der Vererbung. Da die Genetik sehr komplex ist, würde es das Ausmaß sprengen, hier detaillierter darauf einzugehen. Fakt ist aber, dass ausschließlich Gene für die Fellfarbe eines Labradors verantwortlich sind.

Der Labradorwelpe erbt jeweils von beiden Elterntiere das B-Gen für die Fellfarbe und das E-Gen für die Farbverteilung, bzw. die Pigmentierung. Welche Fellfarbe der Welpe nun bekommt, ist abhängig davon, welche Merkmalträger oder Merkmalbegünstigte die Elterntiere sind:

Gelbe Labrador Farben

Haben beide Elternteile eine gelbe Fellfarbe, dann kann auch der Wurf ausschließlich eine gelbe Fellfarbe bekommen. Ausschlaggebend dafür ist das Gen ee, das keine dunkle Farbe zulässt. Schokoladenbraune Labrador Farben haben beide Elternteile ein schokoladenbraunes Fell, können die Welpen ein braunes oder ein gelbes Fell bekommen. Das hängt davon ab, ob die Elterntiere reinerbig braune Labradore sind, oder ob sie das Gen eines gelben Labradors in sich tragen, das durchaus an die Welpen weitergegeben werden kann. Schwarze Labrador farben sind beide Elternteile schwarze Labradore, dann bleibt es eine Überraschung, welche Fellfarbe die Welpen bekommen werden. Schwarze Labrador farben können je nach Genschlüssel alle drei Grundfarben vererben.

Silber Labrador Farben

Inzwischen gibt es Züchter, die silberfarbene Labradore züchten. Ob es sich hier noch um reinrassige Labradore handelt, ist allerdings sehr umstritten. Verfolgt man die Geschichte des Labradors zurück, dann lässt sich eine Kreuzung mit einem Weimaraner vermuten. Auch optische Aspekte bestätigen diese Vermutung oftmals. Obwohl Silver Labrador Farben zur Zucht verwendet werden dürfen, sind sie nicht in jedem Land anerkannt. Die ungewöhnliche Fellfarbe des Silver Labradors wird durch eine Farbmutation hervorgerufen. Die Aktivierung des Verdünnungsgens Dilute-Gen (D-Gen) kann zu dieser Verfärbung der Haare führen. Weitere Folgen, die durch diese Farbmutation verursacht werden, können leider auch schwere Hautprobleme und starke Entzündungen der Haut sein.

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Silber Labrador Farben gelten als Exoten und werden entsprechend teuer verkauft.

Labrador Welpen kaufen: Spielen die Labrador Farben eine charakteristische Rolle?

Nein!!! Die Labrador Farbe eines reinrassigen Labradors ist eine rein optische Erscheinung. Sie hat rein gar nichts mit dem Wesen des Hundes zu tun. Es ist natürlich so, dass helle Hunde, selbst wenn sie groß sind, auf Menschen ohne Hundeerfahrung freundlicher wirken, als dunklere Hunde. Das liegt aber lediglich daran, dass generell hellere Sachen auf den Menschen eine angenehmere Wirkung haben. Wie fleißig ein Labrador lernt, wie aufmerksam er ist, wie gesund er ist oder ob er von Erbkrankheiten geplagt wird, das ist alles unabhängig von der Fellfarbe.

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