Labrador im Tierheim: 10 Gründe einen Labrador aus einem Tierheim zu adoptieren

Labrador im Tierheim.Warum sollte jemand einen Labrador aus einem Tierheim adoptieren wollen? Ist es nicht so etwas wie ein gebrauchtes Auto? Wer möchte sich die Probleme eines anderen ins Haus holen? Wenn der Hund so toll ist, warum wurde er dann weg gegeben? Wenn es sich um einen herumstreunenden Hund handelt, warum hat ihn dann keiner gefunden? Ich kaufe lieber einen Welpen dann weiß ich wenigstens was ich bekomme, und außerdem sind Welpen so süß!


Konversationen dieser Art hört man öfters. Viele zukünftige Labrador Besitzer sind einfach nicht davon überzeugt, dass der Kauf eines Labradors ( 6+ Monate), der schon einen Vorbesitzer hatte, besser ist, als der Kauf eines Welpen. Aber es gibt eine ganze Reihe von Gründen, warum man die Adoption eines Labradors aus dem Tierheim in Erwägung ziehen sollte.

Labrador im Tierheim: Stubenrein

Wenn sich die meisten Familienmitglieder während der Woche in der Arbeit oder in der Schule befinden und meist 8 Stunden außer Haus sind, kann es eine ganze Weile dauern bis man den Welpen mit seiner kleinen Blase stubenrein bekommen hat. Welpen benötigen eine feste Routine, mit der Möglichkeit ihre Blase oft entleeren zu können. Sie können nicht warten, bis das Herrchen mit seinem Geschäftsmeeting fertig ist oder bis die Kinder aus der Schule kommen. Ein etwas älterer Labrador kann schon über einen längeren Zeitraum seine Blase kontrollieren und normalerweise sind die Labradore bereits stubenrein bevor sie zur Adoption abgegeben werden.

Sockenpaare

Mit einem Labrador Welpen kann man mindesten 10 fehlende Sockenpaare zählen, bevor der Labrador mit seinem Zahnen fertig ist. Man muss auch damit rechnen, Löcher im Teppich zu finden (ebenso wie einige Urinstellen), Seiten die aus den Büchern gerissen wurden, Innereien des Kissen und mindestens eine geschrottete Fernbedienung. Es spielt keine Rolle, wie sehr ihr auf ihn aufpasst, es passiert, denn das ist das was Welpen tun! Ein etwas älterer Hund kann sich gewöhnlich an das Haus und die Familie gewöhnen ohne etwas zu zerstören.

Labrador im Tierheim: Durchschlafen

Vergesst den Wecker und die Wärmflaschen, ein Welpe kann sehr fordernd sein, um 2 Uhr Nachts, um 4 oder um 6 Uhr morgens. Er vermisst die Wärme und die Gesellschaft seiner Brüder und Schwestern aus dem Wurf und das Plüschtier das er bekommen hat, ist kein Ersatz für das Welpenrudel aus dem Wurf. Wenn ihr bereits Kinder habt, dann kennt ihr das Spiel. Wie wäre es mit etwas mehr Ruhe? Wie wäre es mit einem etwas älteren Labrador aus dem Tierheim?

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Zeitung lesen

Denkt ihr es ist möglich in Ruhe die Zeitung zu lesen, wenn ihr von einem anstrengenden Tag nach der Arbeit nach Hause kommt, wenn euer Welpe zu Hause wie wild herumläuft? Denkt ihr dass die Kinder den Hund wirklich füttern, hinter ihm aufräumen und ihn mit auf einen Spaziergang nehmen, auch wenn es in Strömen gießt, nur um den Welpen sauber zu bekommen? Mit einem etwas älteren Hund sind es nur die Kinder die wild herumrennen, denn der Labrador wird ruhig neben euch sitzen, während ihr ihn streichelt und der Stress des Alltags von euch abfällt und der Blutdruck sich senkt.

Labrador im Tierheim: Tierarztbesuche leicht gemacht

Alle Welpen benötigen eine ganze Reihe an Impfungen und Untersuchungen, ab und zu kommen auch Notbesuche hinzu, wenn der Welpe etwas Gefährliches zerbissen oder verschluckt hat. Die Zeit und Kosten, die ihr bei diesen Zierarztbesuchen investieren müsst, addieren sich. Wenn ihr einen Hund aus dem Tierheim holt, dann zahlt ihr lediglich einen kleinen Betrag an das Tierheim, aber der Hund wird zu diesem Zeitpunkt bereits all seine Impfungen erhalten haben und die gängigen Voruntersuchungen und Wurmbehandlungen sind bereits abgeschlossen.

Labrador im Tierheim: Was du siehst ist das, was du bekommst

Wie groß wird der Welpe? Was für einen Charakter wird er entwickeln? Wir er sich leicht trainieren lassen? Wir seine Persönlichkeit dem entsprechen was du dir vorgestellt hast? Wie lebhaft wird er werden? Wenn man einen etwas älteren Hund aus dem Tierheim holt, dann werden all diese Fragen augenblicklich beantwortet. Ihr könnt euch einen kleineren oder einen größeren Labrador aussuchen; einen aktiven Hund der eher einen Stubenhocker; dusslig oder intelligent, liebenswert oder aufsässig. Das Tierheim kann euch dabei behilflich sein, den für euch passenden Hund zu finden.

Labrador im Tierheim: Unverletzte Kinder und Erwachsene

Wenn der Welpe seine Zahnphase nicht an euren Sachen auslässt, dann wird er an den Kindern nagen oder an euch. Oft erhält das Tierheim aufgeregte Anrufe von Eltern die sicher gehen wollen, dass Labradore ihre Kinder nicht beißen. Labradore beißen nicht, denn sie haben keinerlei Bösartigkeit in ihrem Charakter, allerdings können sie ohne Unterschied alles annagen und machen auch vor Beinen und Armen oft nicht halt. Ein Welpe im Wachstum nimmt alles ins Maul von Fressen, bis hin zur Kleidung und wenn sie etwas älter werden dann kann das schon manchmal unangenehm werden! Besonders dann wenn ihr Verhalten nicht rechtzeitig korrigiert wird! Die meisten etwas älteren Labradore haben diese Phase schon hinter sich.

Zusammen passen

Wenn man sich in einen Welpen verliebt, dann ist das meist nur eine Zugehörigkeit, die sich auf eine bestimmte Fellfarbe oder einen Hundeblick bezieht; das ist definitiv nicht genug um eine Entscheidung zu treffen, die 15 Jahre andauern kann. Auch wenn der Welpe der niedlichste des ganzen Wurfes war, denkt daran: er kann sich dazu auswachsen dass er super aktiv wird ( ihr wolltet aber lieber einen Stubenhocker). Sie könnte sich als Hündin entpuppen, die faul und zufrieden auf der Couch liegen will, dabei wolltet ihr doch einen aktiven Wanderbegleiter. Er schwimmt vielleicht gerne ( ihr könnt mit Wasser absolut nichts anfangen); sie ist verwöhnt und möchte wie ein Einzelkind behandelt werden, aber ihr wollt noch Kinder und andere Tiere haben.

Tiere die mit ihren Besitzern nicht zusammenpassen, sind eines der Hauptgründe warum sich so viele tolle Hunde im Tierheim befinden. Im Tierheim ist es den Betreuern, ein großes Anliegen, dass Tiere und ihre Besitzer gut zusammenpassen und sie achten sehr genau im Vorfeld darauf, denn Labrador und Familie sollen mit einander glücklich sein und bis zum Lebensende des Labradors eine tolle Zeit zusammen verbringen.

Labrador im Tierheim: Begleiter

Mit einem älteren Labrador habt ihr automatisch einen Begleiter, den ihr überall hin mitnehmen könnt und der mit euch alles machen kann und zwar JETZT. Man muss nicht warten bis der Welpe erwachsen ist, in er Hoffnung, dass er dann auch das macht was ihr gerne mögt. Ihr werdet euch den Hund raussuchen können, der am besten zu euch passt: einer der mit euch auf Reisen geht; einer der mit den Hunden eurer Freunde spielt; einer der super Benehmen aufweist und den ihr in das neue Zuhause eurer Eltern, mit dem neuen Teppich und der neuen Couch mitnehmen könnt. Wenn ihr am Ende eines langen Tages nach Hause kommt, kennt ihr euch auf einen entspannten Spaziergang begeben, oder mit eurem besten Freund reiten oder schwimmen gehen.

Labrador im Tierheim: Labrador- Bonding

Labradore due aus ihrem Zuhause herausgerissen wurden oder die nicht den besten Start ins Leben hatte, werden sich viel leichter und intensiver an die neue Familie anbinden. Die Labradore, die ihre Besitzer durch Tod, durch Scheidung oder durch einen Umzug verloren haben, werden wahrscheinlich eine schreckliche Trauerzeit durchleben. Aber wenn sie erst einmal an eine neue Familie eingebunden sind, dann wollen sie es möglichst allen recht machen und nie wieder herrenlos zu sein.

Diese Labradore lernen erst was es heißt ein gutes Leben zu führen und eine gute Familie zu haben und ihre Bindung ist dadurch viel stärker. Sie wissen was das Leben auf der Straße bedeutet, was es heißt angekettet zu sein oder sogar noch schlimmeres und sie entwickeln sich absolut prächtig in einem Umfeld, das ihnen viel Liebe und Aufmerksamkeit entgegen bringt. Die meisten Labradore aus dem Tierheim sind tolle liebenswerte auf aufmerksame Tiere und extrem loyale Begleiter. Leider glauben noch manche Hundekäufer, dass die Hunde die man im Tierheim vorfindet alle einen Defekt vorweisen oder aber Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Aber es ist durchaus nicht ungewöhnlich, dass man dort Hunde zwischen €500 – 1.000 vorfindet, die für ihre Vorbesitzer einfach nutzlos geworden sind, oder die einfach nur als eine Art vorübergehendes Besitztum angesehen wurden, anstatt die Stelle eines Freundes oder eines Familienmitgliedes einzunehmen; oft haben die Vorbesitzer auch einfach nicht den Zeitaufwand und die finanziellen Kosten zur Hundehaltung einkalkuliert.
Nicht alle Züchter sind bereit, die Welpen wieder zurück zunehmen, so dass die Auswahl einen Hund unterzubringen oft auf das Tierheim limitiert ist, mit Ausnahme wenn die Besitzer versuchen den Labrador im Bekanntenkreis unterzubringen. Gute Tierheime werden sich den Labrador genau ansehen bevor sie ich aufnehmen (medizinisch, verhaltensmäßig und rasseabhängig), ihn wenn nötig entsprechend trainieren und den Hund erst dann zur Adoption freigeben wenn der Labrador auch wirklich so weit ist, und wenn für ihn ein wirklich gutes und passendes Zuhause gefunden wird.

Ein Hund aus dem Tierheim – ein Freund fürs Leben

Indem man einen Hund aus dem Tierheim anstatt eines Welpen auswählt, um diesen jemanden als Geschenk zu übergeben, löst man nicht nur das Problem der Überbevölkerung ( nur verantwortliche Hundebesitzer und Züchter können das), sondern es gibt auch vielen eine Chance, die sie sonst nicht bekämen. Außer einer guten Tat, kann das Adoptieren eines Hundes aus dem Tierheim, eine tolle Bereicherung für die Familie, für den Senior oder aber für die Kinder sein und damit die beste Entscheidung die ihr jemals gefällt habt. In diesem Sinne wenn ihr all diese Kriterien gut durchdacht hab, dann wird euer Geschenk, egal für wen, mit Sicherheit ein voller Erfolg!

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