Labrador Welpen richtig Erziehen: Die ersten Kommandos

Labrador Welpen richtig Erziehen: Das Verstärkermodell

Mit den heutigen, modernen Methoden, die auf dem positiven Verstärkermodell aufgebaut sind, können sie bereits im Alter von 8 Wochen Ihren Labrador Welpen richtig erziehen.
Mit den Methoden die wir ihnen zeigen, wird keinerlei Gewalt angewendet und stellt so für den Welpen keine Stresssituation dar; es ist also völlig in Ordnung wenn sie mit der Erziehung beginnen, sobald sie ihren Welpen mit nach Hause gebracht haben.

Labrador Welpen richtig Erziehen: Das Lernverhalten

Das Lernverhalten eines Labrador Welpen geht durch den Magen. Eine kleine Belohnung und ein gutes Wort ist alles was der Labrador Welpe braucht, um es als einen Ansporn zur Lernbegeisterung zu nehmen. Im Durschnitt bringen bereits 3 Tage an wiederholten Übungen die ersten sichtbaren Erfolge. Wiederholen sie die einzelnen Lektionen so lange bis diese auch wirklich gelernt sind und wiederholen sie diese immer und immer wieder. Das Zauberwort hier heißt Beharrlichkeit.

Geben Sie ihrem Welpen keine gemischten Signale. Jeder in der Familie, der mit dem Welpen zusammen lebt , muss verstehen wie wichtig Regeln für den jungen Hund sind; diese sollten von allen Mitgliedern zu jedem Zeitpunkt angewandt und umgesetzt werden. Labrador Welpen wachsen zu äußerst starken und teilweise sehr willensstarken Hunden heran; deswegen ist es so wichtig, von ihrem Welpen kein Verhalten zu dulden, welches sie bei einem ausgewachsenen Hund nicht tolerieren würden.

Labrador Welpen richtig Erziehen: Das Nein

  Eines der wichtigsten Kommandos für einen Welpen – gleich nachdem er seinen Namen gelernt hat und auf diesen reagiert- ist das Wort „NEIN“. Dieses kann gesagt werden, ohne die Stimme zu erheben, aber in einem barschen Ton. Labrador welpen sind sehr empfindlich und können aus der Stimmplage erkennen, dass das Herrchen/Frauchen nicht zufrieden ist. Labradorwelpen sind wie Kinder, sie benötigen feste Regeln, an die sie sich halten können. Das, was Mama und Papa sagen ist maßgebend und wird respektiert. Genauso verhält es sich auch mit den Welpen, für diese sind sie in Funktion sowohl Vater/Mutter, als auch Freund, Trainer und Spielkamerad. Labradorwelpen sind sehr wissbegierig und lernen gerne. Allerdings ist die Konzentrationsspanne eines Labradorwelpen noch äußerst gering, so dass die einzelnen Übungseinheiten anfangs nur sehr kurze gehalten und in kleineren Wiederholungsschritten über den Tag verteilt werden sollten.

Labrador Welpen richtig Erziehen: Die Belohnung

Folgt der Labradorwelpe einem Kommando, so muss dieses umgehend belohnt werden. Je positiver die Übung für den Welpen verläuft desto lernwilliger wird er sich verhalten. Es ist wichtig, dass sie jede Übung positiv beenden, ansonsten kann der Kleine schnell frustriert werden und das Ganze als lästige Pflicht ansehen. Wendet man das positive Verstärkersystem gezielt an, so arbeitet der Labradorwelpe mit viel Freude an den einzelnen Übungseinheiten mit und betrachtet das Ganze als Spiel und Spaß, welches noch belohnt wird. Der kleine Welpe ist übrigens ein richtiger Seismograph und hoch empfindlich für die Schwingungen seines Herrchens. Je entspannter sie selbst an die Übungseinheiten herangehen, desto fröhlicher und unbeschwerter wird er diese mit ihnen teilen. Sollten Sie selbst aber aus irgendeinem Grund frustriert oder angespannt sein, so greift der Labradorwelpe diese Stimmung auf und wir sie ihnen in der ihm abverlangten Übung wiederspiegeln. In jedem Fall ist es in so einer Situation besser und vielversprechender die Übung kurz zu halten und diese positiv zu beenden.

Bitte denken sie auch daran, dass bei einem Welpen, ähnlich wie bei Kleinkindern, die Lob und Tadel ( „Strafe“) immer sofort erfolgen muss, damit der Hund es mit dem erwünschten bzw. unerwünschten Verhalten in Verbindung bringen kann.



So können sie ihrem Welpen auch nur dann begreiflich machen, dass Schuhe zerbeissen absolut tabu ist, wenn sie ihn in flagranti erwischen. Kommen sie dagegen erst später aus der Arbeit und finden einen zerbissenen Schuh, angeknabberten Stuhl, oder zerrissene Rolle Toilettenpapier vor, so hat ihr Schimpfen und ihre Ermahnungen keinen Einfluss mehr, da der Labradorwelpe es nicht mehr mit seiner Missetat in Verbindung bringen kann.
Kein junger Hund begeht ein Fehlverhalten, um seinen Besitzer zu ärgern, Beweggründe dieser Art sind dem Welpen fremd. Viel wahrscheinlicher ist, dass er sich einsam gefühlt hat, weil sie ihn alleine lassen mussten oder er sich gelangweilt hat und nichts anderes finden konnte, das seine Begeisterung und Aufmerksamkeit gefunden hat. Auch hier gilt es den Fokus weniger auf das Missverhalten zu richten als vielmehr zu loben, wenn zu Hause mal kein Malheur passiert ist.

Labrador Welpen richtig Erziehen: einer der wichtigsten Kommandos, das „Nein“

Ein zusätzliches , sehr wichtiges Kommando nach dem „Nein“, und der Leinenführung ist das „Sitz“. Dieser Befehl ist wichtig, damit ihr überaus freundlicher und sozialer Labrador nicht jeden anspringt, der ihm begegnet. Nur weil es ihnen als Besitzer nichts ausmacht, wenn ihr Welpe freudig an ihnen hoch springt, heißt noch lange nicht, dass andere Leute das auch toll finden. Manche Menschen haben große Angst vor Hunden und wenn ein Labrador sie anspringt und ableckt, sind sie zu Tode erschrocken. Wie bei allen Übungen ist es auch bei dieser wesentlich, den Befehl „ sitz“ deutlich auszusprechen. Ein einzelner Befehl genügt hier, denn diesen kann der Welpe wesentlich schneller umsetzen als einen Befehl, der in einem längeren Satz verpackt ist. Ein Merksatz in der Welpen Erziehung lautet: „ In der Kürze liegt die Würze“, d.h. den gewünschten Befehl kurz und prägnant formulieren. Dabei genügt es völlig, das gewünschte Kommando in einem normalen Tonfall zu äußern. Hunde haben ein sehr vielfeines Gehör als wir Menschen und können Befehle auch schon in einem Flüsterton vernehmen; es besteht also kein Grund unnötig laut zu werden und dem Hund möglicherweise Angst einzuflößen.

Bevor sie diese „Sitz“ Übung ausführen, überlegen sie sich bitte vorab, was genau sie mit dieser Übung erreichen möchten. Soll der Hund beim Sitz Kommando nur sitzen, wenn sie es sagen und danach gleich wieder aufstehen, wenn dieser die Übung beenden möchte? Oder ist es ihnen wichtig, dass der Hund so lange sitzen bleibt, bis sie das Kommando wieder aufheben? Möglicherweise mit der Verstärkung eines „Bleib“ Kommandos?
Bauen Sie diese Übung am besten in kleinen Schritten auf, so dass der Welpe diese auch umsetzen kann. Zeigen sie ihrem Welpen am besten, indem sie bei dem Befehl „sitz“ den Po des Welpen leicht mit der Hand herunter drücken, dass dieser sich hinsetzen soll.

Labrador Welpen richtig Erziehen: immer Konsequent bleiben

Normalerweise fällt diese Übung dem Hund nicht schwer, da sich die Welpen automatisch hinsetzen, und somit nur das Sitzen auf Befehl gelernt werden muss.   Achten sie allerdings darauf, dass diese Übung, ebenso wie alle anderen Trainingseinheiten, auf keine Fall durch eine unvorhergesehene Situation ( z.B. das Telefon läutet, der Nachbar will ein Gespräch führen etc.) unterbrochen werden darf.

Für den Hund gibt es in seinem Verständnis keine Ausnahmesituation. Er kann die Anweisung nur dann befolgen wenn sie konsequent durchgeführt wird. Erfolgt die Hund Erziehung und Training inkonsequent durch den Besitzer, so ist nicht der Hund zur Verantwortung zu ziehen, wenn einen Übung misslingt, sondern der Besitzer.

Der Hund verknüpft eine Trainingseinheit oder das Ausführen eines Befehls sowohl durch den stimmlichen Befehl als auch durch Körpersprache. So hilft es z. B. bei dem Befehl „sitz“ gleichzeitig eine Bewegung mit der Hand auszuführen, die der Hund mit dem Befehl verknüpfen kann. So lernt der Welpe sowohl Stimme und darüber erfolgten Befehl als auch die Körpersprache miteinander zu verknüpfen. Bald wird ihm im Laufe der Trainingseinheit klar, dass das Kommando „Sitz“ bedeutet, dass sein Hinterteil den Boden berührt. Zunächst sollte dies nur in direktem Blickkontakt erfolgen ( der Hund ist entweder direkt neben oder vor dem Besitzer), in späteren Einheiten ist dies auch auf Distanz möglich, wenn es dem Welpen gelungen ist, die den stimmlichen Befehl mit der Bewegung in Einklang zu bringen.

Je häufiger man diesen Befehl übt, und je größer die Vielzahl der diversen Situation bei denen man dem Welpen abverlangt , sich hinzusetzen ( z.B. zu Hause, im Freien, alleine oder mit anderen Menschen) desto schneller lernt der Hund . dass „Sitz“ in allen Situationen das Gleiche bedeutet; er beginnt dann den Begriff zu generalisieren.

Versuchen sie alle Übungen in einer möglichst ungestörten Atmosphäre zu üben. Denken Sie daran, je größer die Ablenkung desto schlechter kann sich ihr Welpe auf die von ihm erwartete Übung konzentrieren. Je ruhiger und konzentrierter sie sich beide an die Trainingseinheiten begeben, desto höher ist die Motivation des Labrador Welpen. Für ein gutes Wort und ein Leckerli wird ihr Welpe sie mit Dankbarkeit überschütten, ein feuchtes Ablecken oder ein Freudensprung miteingeschlossen.

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