Labrador Welpen Erziehung: die ersten Wochen

Labrador Welpen Erziehung: von Anfang an richtig erziehen

Eine gute Kinderstube ist die beste Voraussetzung für ein harmonisches Verhältnis!
Die wichtigste Zeit der Labrador Welpen Erziehung findet von der achten bis zur sechzehnten Woche statt.   Neuere Studien gehen sogar nur noch von zwölf Wochen aus.


Die Welpenzeit geht bis zur sechzehnten Woche. Deshalb möchte ich hier auf die Zeit bis zur sechzehnten Woche eingehen.

Die Sozialisierungsphase in der Labrador Welpen Erziehung

Welpenerziehung beginnt ab dem ersten Tag. Sie entscheidet, wie sich der Hund in verschiedenen Situationen verhält. Bis zur achten Lebenswoche durchleben Welpen die Prägephase. Ihr Gehirn saugt alles wie ein Schwamm auf. Das Gelernte gehört als selbstverständlich zu ihrem Leben dazu. Umso wichtiger ist die darauf folgende Sozialisierungsphase. Fehler, die in den ersten Wochen gemacht wurden, können hier noch korrigiert werden. Ein Welpe ist in dieser Zeit besonders aufnahmebereit und geht gelassen mit neuen Situationen und Informationen um. Wer aber in dieser Phase nicht konsequent ist, der wird die Folgen am Ende der Welpenzeit spüren. Deshalb sollte man sich früh überlegen, welche Regeln der Hund befolgen soll und was er darf oder nicht.

Labrador Welpen Erziehung: Liebevolle und konsequente Erziehung

Oft erlebe ich es, dass Hundebesitzer sich über ihren zu hektischen und ungeduldigen Hund beschweren. Sie stempeln diese Eigenschaften als angeboren ab. Dabei merken sie gar nicht, dass sie genau das Verhalten unbewusst fördern.

An einem Beispiel möchte ich das genauer erklären: Unser kleine Welpe läuft los, weil er irgendwo etwas spannendes entdeckt hat. Und dann spürt er, dass er durch die Leine ausgebremst wird. Natürlich versucht er, an der Leine zu ziehen, um so weiter zu kommen. Und da wir ja so verliebt in den süssen kleinen Welpen mit seinen tapsigen Schritten sind, dackeln wir brav hinterher. Gelernt hat der Welpe jetzt, dass er ans Ziel kommt, wenn er an der Leine zerrt. Also wird er genau das beim nächsten Mal wieder tun. Er wird so lange ziehen, bis wir nachgeben. Und er weiss jetzt, dass er nur lange und heftig genug ziehen muss, wenn er irgendwo hin möchte. Wenn wir aber einfach nur stehen bleiben und nichts tun, dann wird er reagieren. Er wird sich zu uns umdrehen, uns ansehen und die Leine locker lassen. Wenn wir ihn jetzt noch loben und belohnen, dann weiss er, dass er sich so richtig verhält. Ein nächster Schritt wäre es dann, so lange zu warten, bis er zu uns kommt. Wichtig ist es aber, nicht zu viel auf einmal zu fordern.
Ein weiteres Beispiel: Unser Welpe will los aufs Feld zum spielen. Da es ihm nicht schnell genug geht, springt er immer wieder hoch und kläfft dabei aufgeregt. Damit er schnell spielen kann, beeilen wir uns, den Kleinen von der Leine zu lassen. Gelernt hat er aber jetzt genau das Falsche. Er muss springen, bellen und hektisch sein. Dann bekommt er möglichst schnell genau das, was er möchte. Richtig wäre aber auch hier, einfach nichts zu tun. Und wenn er sich nicht beruhigt, lassen wir nicht locker, sondern entfernen uns vom Feld. Der Welpe sieht, dass er damit genau das Gegenteil erreicht, als er es eigentlich vor hatte. Er wird sich wieder zu uns umdrehen und wenn er sich dann noch beruhigt, loben wir ihn und lassen ihn ziehen. Wichtig ist es natürlich wieder, nicht zu viel auf einmal zu verlangen. Wenn er gelernt hat, dass er sich beruhigen muss, dann kann man den nächsten Schritt fordern, und ihn erst Platz machen lassen, bevor wir ihn von der Leine lassen. So wird er sich aneignen, in solchen Situationen ruhig zu bleiben und sich zurück zu nehmen, damit er an sein Ziel kommt.

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Labrador Welpen Erziehung: Lob und Belohnung

Solche Situationen, wie ich sie in meinen Beispielen beschrieben habe, gibt es unzählige im Alltag.   Man sollte sich immer vorher überlegen, was man da gerade lobt und belohnt. In der Welpenerziehung müssen dem Welpen von Anfang an Grenzen gesetzt werden. Genauso muss man ihm aufzeigen, wie er sich in den einzelnen Situationen richtig verhält.
  Damit er das versteht, sind Lob und Belohnung unerlässlich.
  In meinem ersten Beispiel wäre die richtige Belohnung, den Welpen dort hin zulassen, wo er hin wollte, ohne dass er zerren muss. So versteht er, dass zerren und ziehen gar nichts bringt, die Leine locker lassen hingegen belohnt wird. Kann man ihn dort nicht hin lassen, dann kann ein Leckerli dafür herhalten und man lenkt ihn von dem Ort ab.

Die grösste Belohnung überhaupt ist aber immer noch die Aufmerksamkeit.

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