Lebenserwartung beim Labrador: was kann ich tun?

Die Lebenserwartung beim Labrador kann unter Umständen verlängert werden. So wie jedes andere Familienmitglied, soll er möglichst lange gesund und an unserer Seite bleiben. Mit der richtigen Wahl des Züchters, einer ausgewogenen Ernährung, einer körperlichen und geistigen Fitness und diverser Gesundheitsvorsorgen können Sie aktiv zu einem langen und gesunden Labrador- Leben beitragen.

Lebenserwartung beim Labrador: den richtigen Ansatz finden

Der Anfang – die Wahl des Züchters

Ein gesundes Leben beginnt bei der Entstehung von diesem: bei dem Züchter. Seriöse Züchter nehmen zur Vermehrung nur die besten Deckrüden und Hündinnen. Diese sind genaustens auf verschiedene Krankheiten getestet worden. Erbkrankheiten können dadurch mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Sie sollten daher unbedingt auf seriöse Züchter achten!

Ernährung und Fitness

Im Laufe ihres Lebens haben Labradore verschiedene Bedürfnisse. In jedem Alter benötigen die Hunde zur optimalen Versorgung wichtige Nährstoffe für ein gesundes Wachstum und einer bestmöglichen Unterstützung der Körperfunktionen. Sie sollten daher auf hochwertiges Futter mit Fleisch, Gemüse und Obst als Hauptzutaten setzen und darauf achten, dass kein Füllstoff wie beispielsweise Weizen in dem Futter enthalten ist. Empfehlenswert ist auch das sogenannte Barfen. Hier kann die Futterzusammenstellung aus meist rohen, teils aber auch gekochten und pürierten, aber ausschließlich frischen Zutaten, komplett selbst übernommen werden. Hauptbestandteil sollte auch hier Fleisch sein, jedoch nicht nur Muskelfleisch, sondern auch Knochen, Knorpel, Eingeweide, Fell und Blut. Labradore sind sehr folgsam und intelligent. Sie müssen unbedingt psychisch wie physisch mit Auslauf und Köpfchenarbeit ausgelastet werden. Zudem ist eine Hundesportart empfehlenswert. Ihr Labrador sollte außerdem immer wieder mit neuen Aufgaben herausgefordert werden.

Lebenserwartung beim Labrador: Ärztliche Vorsorge – Impfungen, Wurmkuren und Flohbehandlungen

Sie sollten Ihren Labrador einmal jährlich impfen, um ihn vor gefährlichen Krankheiten zu schützen. So können Sie Ihrem Vierbeiner viele schmerzhafte und langwierige Infektionen ersparen, die sogar teilweise zum Tod führen können.

Auch regelmäßige Floh- und Wurmkuren helfem dem Labrador, auch ohne sichtlichen Befall der Parasiten, gesund zu bleiben. Bei Befall ist eine Behandlung unumgänglich.

Kastration

Kastration als lebensverlängernde Maßnahme ist umstritten. Bei Hündinnen soll eine frühzeitige Kastration Tumore am Gesäuge vorbeugen und Entzündungen der Gebärmutter erfolgreich verhindern. Auch bei Rüden soll sich die Lebensdauer nach einer Kastration um bis zu 2 Jahre verlängern. Wissenschaftliche Belege gibt es zu dieser Thematik jedoch nicht, daher sollten Sie gut abwägen, ob Sie Ihrem Hund einer solchen Operation unterziehen wollen.

Vorbeugung von Zahnstein

Zahnstein kann für Labradore gefährlich werden. Zahnfleischentzündungen im Mundraum und Fressunlust sind die naheliegenden, jedoch eher ungefährlichen Probleme. Viel schlimmer trifft es Ihren Hund, wenn die Bakterien des Zahnsteins durch die Entzündungsherde in den Blutkreislauf gelangen und sich so im ganzen Körper ausbreiten können. Schlimme Organschäden können die Folge dieses harmlosen Zahnbelags sein. Sie sollten daher auf richtiges Futter und gute Futterbeigaben ab Welpenalter achten, um so die Zahnsteinbildung so gering wie möglich zu halten. Sprechstunde beim Tierarzt und tägliche Check- Ups für Zuhause Die Senioren unter den Labradoren sollten Sie mindestens einmal im Jahr zur Tierarztsprechstunde bringen, unabhängig davon wie fit und gesund der Hund Ihnen erscheint. Viele Krankheiten und Altersbeschwerden können durch die rechtzeitige Diagnose gut behandelt werden. Je eher eine Krankheit erkannt wird, umso besser sind natürlich die Heilungschancen. Hauptursache für die Hunde ist Krebs, daher ist es auch möglich und sinnvoll, wenn Sie bei diesen Untersuchungen auch eine Krebsvorsorge durchführen lassen.

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Lebenserwartung beim Labrador: Beobachten Sie Ihren Liebsten

Dabei ist es auch wichtig, Ihren Hund gut zu kennen und Veränderungen ansprechen zu können. So sollten Sie täglich stets auf folgende Auffälligkeiten achten:

  – Haarausfall
– Schuppen / Verkrustungen auf der Haut
– Zecken oder andere Parasiten
– Wunden / Entzündungen / Rötungen
– Fremdkörper (insbesondere an Pfoten und Maul)
– Sekrete aus Nase, Augen und Ohren
– Durchfall bzw. Verstopfung
– Stinkende Ohren / starker Ohrenschmalz
– Rissige und trockene Pfoten
– Schwellungen und Beulen unter der Haut

Lebenserwartung beim Labrador: Ein Hundefreundliches Zuhause geben

Desweiteren sollten Sie Ihr Zuhause hundefreundlich gestalten. Da ein Labrador mit 60 cm Stockmaß recht groß ist, kann er viele Gegenstände im Haushalt ohne große Mühe erreichen. Stellen Sie daher sicher, dass Giftstoffe, wie z.B. in Putzmittel, in sicherer Höhe gelagert wird. Auch zerbrechliche Dinge sollte außer seiner Reichweite sein.

Ein Hund kann Höhen nur schlecht einschätzen, daher muss ein sicheres Geländer in entsprechender Höhe an einen Balkon. Das selbe gilt für die Gartengestaltung. Ein Zaun muss hoch genug sein und mehr als nur ein kleines Hindernis für den Labrador darstellen.

Vermeidungen von Risiken unterwegs und Zuhause

Sichern Sie beim Autofahren Ihren Hund immer ausreichend. Ein Hundegurt ist sinnvoll, jedoch kann sich ein Labrador bei einem Unfall aufgrund seines Gewichts verletzen. Größtmöglichen Schutz biete eine Transportbox, die während der Fahrt in den Kofferraum gestellt werden kann. An Straßen sollte Ihr Hund immer angeleint werden. Bringen Sie Ihrem Hund unbedingt bei unterwegs nichts zu fressen (Giftköder).

Achten Sie Zuhause auf eine regelmäßige Reinigung des Hundezubehörs, um die Ausbreitung von Parasiten und Keimen zu vermeiden.Gereinigt werden sollten:

– Leine, Geschirr, Halsband
– Kotschaufel
– Hundekorb
– Hundebett
– Wasser- und Futternapf
– Transportbox
– Decken
– Pflegeutensilien wie Kämme und Bürste

Diese Tipps können das Leben beim Labradors nachweislich verlängern. Halten Sie Ihren Hund fit und gesund!

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